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Wer besiegt Paul? – Die Veranstaltung der Superlative

Es war endlich so weit: Nach 5 Monaten intensiver Planungsarbeit haben wir es geschafft: Wir haben die ganze Stadthalle füllen können – am Ende gab es sogar noch vereinzelt Kartenmangel:

„Wer besiegt Paul“ war ausverkauft – Rekord!

Doch eins nach dem anderen: Wie kamen wir eigentlich auf die Idee, etwas so Verrücktes, Absurdes und Krasses überhaupt zu machen? Alles fing damit an, dass Paul Aurin, der Ungeschlagene, vor über drei Jahren die Gameshow „Schlag den Paul“ als Schulveranstaltung startete – den kleinen Bruder von „Schlag den Raab“, mit immerhin schon über 200 Zuschauern. Über mehrere Jahre wurde „Schlag den Paul“ nun stetig größer. Ich kann mich sogar daran erinnern, dass viele Personenwährend der letzten Ausgabe in der letzten Reihe stehen mussten – alle Sitzplätze waren belegt.

Bereits da war klar: Wir wollen mehr! Trotz des schon damals gigantischen Planungsaufwands beschlossen wir (also hauptsächlich Paul) etwas Eigenes zu machen, etwas, das noch nie jemand vor uns gemacht hatte. Und so war „Wer besiegt Paul?“ geboren.

Anfangs gab es arge Probleme. Viele Dingewaren noch nicht geklärt, nur eins stand bereits fest: 11. Oktober 2014, Stadthalle Hohen Neuendorf. Nun musste die Technik organisiert werden. Und die Spiele. Und – natürlich – es musste sich auch um Sponsoren gekümmert werden, was sich als relativ große Aufgabe herausstellen sollte. Denn wir brauchten immerhin 10.000 Euro für dieses Projekt.

Für die Organisation gab es an mehreren Tagen in der Woche sogenannte „Meetings“, an denen sich die Beteiligten der entsprechenden Organisationsteams trafen – meist online über Skype oder im Medienraum 218. Allein für die Technik trafen wir uns über 15 mal.

Dann stand das Herbstfest an – die große Veranstaltung vor „Wer besiegt Paul?“, bei der wir die Chance hatten, die restlichen Karten zu verkaufen. Und das waren damals noch eine ganze Menge: über 300 Karten mussten noch innerhalb eines Monats verkauft werden. Doch dank des ausgezeichneten Teams – welches übrigens aus mehr als 50 Personen besteht – schafften wir es doch nochrechtzeitig.

Und dann war es auch schon so weit: Donnerstag, der 9. Oktober brach an – und Punkt 15 Uhr waren die Techniker in der Stadthalle. Leider stellte sich heraus: Es gibt ein Problem. Es war schon den ganzen Tag lang regnerisch gewesen, weshalb der Leichtathletikverein gern in der Halle trainieren wollte. Deshalb verzögerten sich die Aufbauarbeiten und wir konnten erst ab ca. 20 Uhr mit dem Aufbau beginnen. Am Ende zeigte sich, dass wir wirklich noch mehr Zeit hätten gebrauchen können: Die Proben fielen sehr kurz aus und auch das Licht konnte nicht fertig programmiert werden. Schade, aber dank großer Improvisationstalente ging (fast) alles während der Veranstaltung gut.

Statistisch gesehen war der Aufbau eine Meisterleistung: Es gab nur ca. 20 Personen, die aufgebaut haben, und trotzdem haben wir es innerhalb von nur 2,5 Tagen geschafft, die Stadthalle vollständig mit professionellem Equipment auszustatten. Die durchschnittliche Zeit, die das Team während der Tage des Auf- und Abbausund dem der Veranstaltung schlief, betrug drei Stunden, und das bei einer Arbeitszeit von fast 58 Stunden.

 

Und dann war auch schon Samstag, der Tag, auf den alle gewartet hatten, der 11. Oktober. Vormittags wurde die meiste Zeit wurde damit verbracht, Abläufe zu proben. Das, woran ich mich am besten erinnern kann, war der Moment, als der Start geprobt wurde: Es wurde der „Wer besiegt Paul?“-Trailer gezeigt, in welchem Fabi, der Moderator, die Show mit einem kleinen Rückblick einleitete. Das war einer der vielen Gänsehaut-Momente, die es während und auch vor der Veranstaltung so oft gab. Am späten Nachmittag kamen dann auch Heiko mit seiner Band „Coast ofMadness“ und die Lehrerband „K07“, benannt nach ihrem Proberaum im Keller der Schule, und konnten noch einmal kurz proben. Währenddessen waren schon viele Leute vor der Stadthalle versammelt: Der Einlass begann. Innerhalb von einer Stunde füllte sich die Stadthalle mit über 700 Menschen.

Und Punkt 20:10 Uhr ging es los: Der Trailer wurde gezeigt, Paul durfte, während die Titelmelodie spielte, einlaufen, und die vier Kandidaten wurden mit ihren Filmen vorgestellt.Dann sollte sich entscheiden, wer Kandidat wurde: Dazu gab es ein Auswahlspiel und ein Zuschauervoting. Beide zählten 50 Prozent in das finale Ergebnis ein: Am Ende tat sich Maxim Wermke hervor: Er konnte das Auswahlspiel (Dosenwerfen) eindeutig für sich entscheiden und machte auch beim Zuschauervoting eine relativ gute Figur, wobei uns – dem Team – dabei ein Fehler unterlief: Die Stimmen von Franziska Rudolf und Maxim wurden vertauscht – da Maxim aber unabhängig von den Stimmen gewonnen hätte, wurde die Show nicht unterbrochen.

Der Wettkampf begann – unter den 15 Spielen viele Bekannte aus „Schlag den Raab“, zum Beispiel „Wer weiß mehr?“, das Pendant zu „Blamieren oder Kassieren“ oder auch Goalball, bei welchem Paul und dem Kandidaten die Augen verbunden wurden und nur mit Hilfe des Gehörs Tore verhindert werden mussten. Wichtig dafür war der spezielle Ball, welcher beim Aufprall klingelte.

Paul entschied den Abend im 11. Spiel für sich – Pech für Maxim, denn er hätte ganze 500 Euro gewinnen können. Nächstes Mal – wann steht noch nicht fest – wirdes um ganze 1000 Euro gehen und der Kampf ein noch größerer.

Die Show wurde von größeren und kleineren Pannen begleitet – beispielsweise ging die Show nicht wie geplant bis 23 Uhr, sondern bis halb eins. Und auch die immer wieder stattfindende Panne gab es dieses Mal: Das Konfetti zündete nicht rechtzeitig.

Zum Abschluss möchte ich noch ein paar Worte des Dankes loswerden: Danke Paul, dass du überhaupt erst auf diese verrückte Idee gekommen bist,diese Show ins Leben zu rufen. Danke an alle Teams, alle Musiker, Techniker vieler Schulen und Firmen, Helferlinge und Verleiher, die Stadt Hohen Neuendorf und die vielen Personen und Personengruppen, die ich gerade vergessen habe, aber auch erwähnenswert sind. Danke, danke, danke!

Und nun interessiert mich deine Meinung:

Was hast du von „Wer besiegt Paul?“ mitgenommen? Was war dein Gänsehaut-Moment? Und was denkst du, ging überhaupt nicht klar?