Weltklimakonferenz 2017- gemeinsam gegen den Klimawandel

Vom 06. bis 17. November findet in Bonn eine Weltklimakonferenz statt. Was genau muss man sich überhaupt darunter vorstellen?

Das Logo der diesjährigen Konferenz © www.land.nrw

Ein Großes Spektakel

Am Sonntag wurde im Beisein von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Patricia Espinosa, der Vorsitzenden des UNO-Klimasekretariats, der Beginn des sogenannten „COP 23“ feierlich zelebriert. Diese Abkürzung steht für Conference of the Parties, also eine Konferenz von insgesamt 196 Staaten, deren Delegierte nun schon zum 23. Mal zusammenkommen. Der Hauptinhalt des Klimagipfels: eine Diskussion des Pariser Übereinkommens.

Das Pariser Übereinkommen – ein Schritt Richtung Nachhaltigkeit

In diesem Klimavertrag von 2015 einigte man sich auf die gemeinsame Arbeit gegen den Klimawandel. Der Anstieg der Durchschnittstemperatur soll innerhalb von 100 Jahren auf keinen Fall über  2°C betragen, ferner müssen Kohlenstoffdioxid-Emissionen deutlich reduziert werden und zu diesem Zwecke ist es die Pflicht jedes Landes, regelmäßig über die jeweiligen Fortschritte zu berichten sowie sich selbst in einem Fünf-Jahre-Rhythmus strengere Ziele zu stecken, um eine positive globale Veränderung weiter voranzutreiben. Wie genau sich diese Pläne realistisch umsetzen lassen, soll nun festgelegt werden.

Bonn im Zeichen der Internationalität

Eigentlich ist es nach dem letzten Gastgeberland Marokko ja der kleine asiatische Inselstaat Fidschi, der unter Premierminister Frank Bainamirama offiziell die Leitung der diesjährigen Konferenz innehält. Da sich das Land jedoch nicht imstande fühlte, ein so gigantisches Event auch noch im eigenen Gebiet selbst auszurichten, findet es nun, zum bereits dritten Mal, bei uns statt. Kein Wunder, denn dies ist die größte interstaatliche Konferenz, die selbst auf deutschem Boden je veranstaltet wurde. Rund 25.000 Gäste aus aller Welt werden sich in diesen zwei Wochen in der nordrhein-westfälischen Stadt, die nebenbei auch Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen ist, zusammenfinden. Darunter befinden sich nicht nur Delegierte, sondern auch unzählige Vertreter der rund 500 anwesenden Nichtregierungsorganisationen. Eine perfekte Grundlage, nicht nur um zu disku- und protestieren, sondern auch, um sich über kreative Ideen und innovative Projekte zum Umweltschutz auszutauschen.

Einer der gigantischen Tagungssäle © www.euractiv.de

Ein langer Weg

1992 kamen erstmals 17.000 Teilnehmer aus 130 Ländern auf einem UNO-Umweltgipfel in Rio de Janeiro zusammen, um neben globalen sozialen und wirtschaftlichen Problemen erstmals auch über den bedrohlich hohen CO₂-Ausstoß weltweit zu beraten. In diesem Zusammenhang wurde die Klima-Rahmenkonvention verabschiedet, ein Abkommen, in welchem sich alle Mitgliedsstaaten dazu verpflichteten, gemeinsam gegen den Klimawandel vorzugehen und zumindest dessen menschliche Ursachen zu verhindern. Seitdem hat sich die Teilnehmerzahl deutlich erhöht und die sogenannte COP (Conference of Parties), also die Konferenz aller Vertragsstaaten, umfasst nun schon 66 weitere Mitglieder.

Und wie geht’s weiter?

Wir dürfen auch weiterhin gespannt sein, zu welchen Ergebnissen die Delegierten in den folgenden Tagen kommen werden. Geplant ist das Verfassen eines Regelwerkes, das sich auf das Pariser Klimaabkommen bezieht und klare Vorgaben zur Nachhaltigkeit an die Teilnehmerstaaten formuliert. Auch die deutsche Regierung kündigte bereits an, Entwicklungsländern eine Gesamtsumme von 100 Millionen Euro zukommen zu lassen, die ihnen dabei helfen soll, sich an den Klimawandel anzupassen. Denn auch mit kleinen Erfolgsgeschichten ist der Kampf gegen die Klimaerwärmung noch längst nicht gewonnen, und für eine positive Veränderung müssen wir alle an einem Strang ziehen – die nächste Weltklimakonferenz in Polen steht zu diesem Zweck für 2018 schon fest.

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