Die Tanne auf der Lichtung

Draußen ist es bitterkalt,
die Tanne steht einsam am Wald.
Sie möchte so gern geschmückt sein,
doch der Förster, der sagt: „Nein!“

Das Eichhorn in des Baumes Krone
lässt dieses Gespräch nicht ohne.
Es läuft dann schnell zur Eule
und schildert`s mit Geheule.

Die beiden schmieden einen Plan
und holen einen Mini-Kran.
Jetzt kommen Igel und Fuchs hinauf,
das Eichhörnchen ist sehr stolz darauf.

Sie schmücken den Baum mit Sternen aus Stroh.
Darüber ist die kleine Tanne sehr froh.
Zapfen aus Eis bringen den Baum zum Glänzen,
die Tierkinder wollen die Schule schwänzen.

Am Heiligen Abend leuchten Mond und Sterne,
die Weihnachtstanne leuchtet aus weiter Ferne.
Schon kommt der Förster, um sie zu fällen,
doch er wird geblendet von dem Grellen.

Die Tiere können die Tanne retten,
den Förster an den Baum sie ketten.
Das Eichhörnchen fasst sich ein Herz:
„Lassen wir ihn dort bloß bis März!“

Plötzlich hört man die Tanne sprechen:
„Ich will mich nicht am Förster rächen.
Ich will nur, dass er mir gibt den Schwur,
die Bäume zu lassen in der Natur.“

Der Förster willigt alsbald ein
und läuft schnell in sein warmes Heim.
Seit jeher kommt er jede Weihnachtsnacht
und hat dem Baum etwas mitgebracht.
Jedes Jahr schmücken ihn Lichter und Lametta
und der Förster wird von Jahr zu Jahr netter.

Patrizia Goy 7/1