Aus dem Leben eines Wookiees

Tag    2 783

Ich schlendere mal wieder den Weg zum Fluss hinunter. Langsam und nachdenklich. Oben in den Bäumen höre ich ein paar Vögel kreischen. Auch ein paar Katarne sehe ich in den Wipfeln der Wroshyrs. Die verzweigten Äste bilden ein Superversteck für sie. Sie sind zwar nicht die Allerhellsten, aber die einzigen, die ich hier habe. Seitdem der Planet, im zweiten Galaktischen Bürgerkrieg, von Staatschef Caedus bombardiert wurde, schienen alle meiner Art ausgestorben zu sein. Ich bin jetzt auch noch nicht so wahnsinnig alt, selber habe ich das alles nicht mitbekommen. Meine Mutter hat mich während der Bombardierung versteckt, mit all dem Hab und Gut, was wir besaßen. Alles, was ich über die Zeit vor meiner Geburt erfahren habe, stand in einem Tagebuch von meinem Opa, welches meine Mutter sorgsam aufgehoben hatte. Ich hüte es wie meinen eigenen Augapfel. Es ist alles, was ich von meiner Familie weiß.
Ich frage mich, wie es möglich war, dass ich hier überleben konnte. Ich meine, alles hier war zerstört. Unsere Siedlung, der ganze Wald war von kahlen Stellen übersät. Mehr oder weniger standen noch Bäume. Soweit ich weiß, lebte man vor dem Krieg auf Bäumen in Häusern. Wo hätte man auch sonst leben sollen? Der Waldboden ist komplett mit Jaddyykmoos bedeckt. So etwas wie Sand gibt es hier nicht, auch wenn man mich rein farblich nicht von dem Moos hätte unterscheiden können. A85f24f5b4bf6c0373ba969a4a67e02b3ls ich dann irgendwann alt genug zum Denken war, hab ich, wie auch immer das ging, angefangen für mein Überleben zu sorgen. Ich habe Reste von Werkzeugen gefunden und habe angefangen, mir ein Haus in den Bäumen zu bauen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich eigentlich ein ganz süßes Haus gebaut. Ich hatte irgendeine Vorstellung in meinem behaarten Kopf und habe dies versucht, umzusetzen. Das Resultat ist gar nicht mal so schlecht geworden, wie ich finde.